Am 05. Mai 2023 waren wir das erste Mal im Marie und es war ein Erlebnis, Kunstgenuss, wie ich an anderer Stelle schrieb, denn mit „normalen“ Restaurantbesuchen hat das nichts zu tun. Man muss Bock darauf haben, denn die Kleinteiligkeit braucht Ihre Zeit (gut 4,5h) und einen signifikanten (um nicht zu sagen absurd tiefen) Griff in die Geldbörse darf man auch nicht scheuen. Das war schon damals so, nun spielt die Marie aber in der Sterne-Liga (ein Michelin Stern) und dementsprechend hat alles ein bisschen angezogen.
Das weiterhin wohldesignte und angenehme Ambiente ist mit mehr Personal durchsetzt, dadurch ist die Atmosphäre etwas „wuseliger“.
Das Menukonzept hat sich etwas verändert, es gibt „nur“ 5 oder 6 Gänge, wahlweise classic oder vegetarisch und Erweiterungen. Bevor wir unsere Wahl treffen, kommt allerdings erst einmal Wasser und ein sündhaft leckerer Champagner als Aperitif. Dann kommen wir auf den Punkt, sechs Gänge sollen es werden, wobei wir die Taube austauschen wollen, die wir beide nicht mögen, so gibt es für meine Liebste das Rindertatar und für mich Hummer aus den Erweiterungsmöglichkeiten.
Zunächst aber genießen wir diesen außergewöhnlich leckeren Schaumwein mit einer kaum enden wollenden Menge an Grüßen aus der Küche mit viel Geschmack und verschiedensten Texturen, wie eingangs erwähnt, eher Kunst als Schmaus.







Etwas bodenständiger geht es weiter mit Brot & Butter, Hafer und Dinkel bilden die Grundlage dieses herrlichen Gebäcks, jetzt heisst es Vorsicht walten zu lassen, denn wenn die kommenden Gänge auch übersichtlich sind, irgendwann ist man doch gut gesättigt.


Nun also die eigentlichen 6 Gänge








Und eine kleine Abschlussorgie darf natürlich auch nicht fehlen, inklusive „Lolli“ versteht sich… und man beachte den winzigen Michelin Stern 😉

Und was ist mit Wein?
Da es ausdrücklich „Getränke“ und nicht Weinbegleitung gab, verzichteten wir auf diese (schade eigentlich) und entschieden uns für ein spannendes Cuvee aus Frankreich, welches das Menu gut unterstützt hat. Zu den abschließenden Gängen gab es dann noch Glasweise Unterstützung aus der Weinbegleitung.

Fazit: Geschmäcker, Texturen, Zutatenvielfalt, alles liebevoll und kleinteilig zusammen komponiert, wieder ein besonderer Abend. Hier und da war die Wartezeit zwischen den Gängen etwas lang, da hilft der Stern offenkundig nicht ;-), aber ansonsten gibt es nichts zu meckern.