La Vida

Neues Jahr, neues Glück… hoffen wir jedenfalls mal bei der gewaltigen Kostensenkung durch die reduzierte Mehrwertsteuer, haha, ;-))))))).

Unlängst war ich auf der Bödekerstraße an einem neuen Lokal vorbeigekommen, welches sofort mein Interesse erweckte, avisierte es doch Tapas und eine Bar zu sein. Die Räumlichkeiten kennt man eigentlich seit Jahren, zuvor waren dort die Anesis Weinbar und das Pala beheimatet. Warum ersteres aufgegeben hat, weiss ich nicht so recht, das Pala hat angeblich wegen Parkplatzmangel aufgeben müssen, wie nur sichern sich all die anderen Restaurants ihre Kundschaft… wir waren jedenfalls nur einmal im Pala, aber richtig gezündet hat das nicht, obwohl das Essen durchaus gut war. Aber irgendetwas stimmte mit der Atmosphäre nicht und vor allem, dass es von der ohnehin schon kompakten Karte keine Manti gab, das war unverzeihlich. Egal, konzentrieren wir uns auf das neue Angebot.

Ich bin mit Klaus um 18 Uhr verabredet und treffe etwas früher ein, weil sich die aktuellen Schneemengen schneller verflüchtigt haben als erwartet. Es gibt etwas Verwirrung um unsere Tischreservierung, der freundliche Kellner bietet mir einen Tisch auf der Empore an, der allerdings noch gereinigt und neu eingedeckt werden muss. Überraschenderweise ist das Lokal trotz der frühen Stunde nämlich schon sehr gut besetzt, aber diese kleine Panne ist blitzschnell beseitigt und ich kann mich dem Studium der Karte hingeben, die mir die andere Servicekraft auch kurzfristig bereit gelegt hat.

Suppen, Salate, kalte Tapas, warme Tapas, Fleisch, Fisch, Reispfannen, es ist alles im Angebot, was man so üblicherweise „vom Spanier“ kennt, die Besonderheit sind die Tapas Variadas, einmal in einer vorgegebenen Version mit je 7 Stück oder in der Variante, dass man ab 2 Personen 9 selbst bestimmte aus einer „Untermenge“ aller verfügbaren Tapas auswählt… (hört sich vielleicht komplizierter an als es ist 😉
Das jedenfalls ist unsere Wahl, wir sind gespannt, wie lange das wohl dauern wird, denn mittlerweile sind noch zwei weitere grosse Tische besetzt worden. Zunächst geniessen wir erst einmal einen Ipanema als alkoholfreien Aperitif, haben wir uns doch beide für einen Dry January entschieden, angesichts der ausstehenden Leckereien kann ganz einfaches Unterfangen…

Ja, und dann kommt unsere Bestellung auch schon, das sieht doch alles mehr als anregend und durchaus hochwertig aus. Was man auf dem Bild nicht sieht, sind der Brotkorb mit sehr hochwertigem Brot und 3 Dips (Mojo rojo/verde und Aioli) von ebenfalls erstklassiger Qualität.

von links Spinat-Tortilla, Chorizo, Datteln im Speckmantel, Schweinefilets, Serrano-Schinken, frittierter Hirtenkäse, Champignons al Jerez, Gambas al Ajillo, Pimientos
Das war, abgesehen vom etwas ausdruckslosen Hirtenkäse, alles echt Spitze, ich würde sogar meinen, alles hausgemacht, und wenn Convenience dann aus einer hochwertigeren Ecke als üblich.

Auch wenn wir im ersten Augenblick dachten, das wäre vielleicht etwas knapp bemessen, so muss man doch klar sagen, dass wir absolut ausreichend gesättigt waren. Allerdings liessen wir uns nach einer kleinen Pause doch noch zu einem Dessert hinreissen. Hier gibt es keines der üblichen spanischen Dessert, seht selbst:

Wunderschön angerichtet, allerdings nicht hausgemacht, sondern nur lokal veredelt, absolut lecker und genau richtige Portionsgröße.

Fazit: freundliches und zugewandtes Personal, leckere Drinks (soweit alkoholfrei beurteilbar) und tolle, wirklich leckere Tapas, und das alles zu anständigen Preisen, es gibt wirklich keinen Grund, nicht wieder vorbei zu schauen!

/https://lavida-restaurant.de/