Na, wird ja mal wieder Zeit für einen Bericht, d.h. eigentlich zwei Berichte, denn einen kleinen Artikel wollte ich auch noch über die Speiserei schreiben, den ich aus den Augen verloren hatte. Jetzt aber erst einmal das Wirtshaus Wülfel, welches wir letzten Samstag mit unseren lieben Freunden Jens und Jörg besuchten, für uns das erstemal. Es bereichert Döhren um gutbürgerliche Küche bayrischer Prägung, eine schöne Ergänzung der Restaurantlandschaft in dieser „Hood“ und bayrisches Bier trinken wir sowieso gerne. Wir werden sehr freundlich begrüsst und haben eigentlich freie Platzwahl, was allerdings nicht wirklich verwundert, denn einerseits ist es nicht voll und andererseits ist das Lokal auch recht gross. Es gibt eine ansprechende Auswahl deftiger Gerichte und wir entscheiden uns entgegen besseren Wissens leichtfertigerweise für eine Vorspeise, allerdings zum Teilen. Aber ohne Wurstsalat geht es einfach nicht, eine reichliche Portion mit „Wülfeler“ Twist:

Stramme Säure, würzig, frische Zwiebeln und Röstzwiebeln, leckeres Graubrot, da bleibt nix über 😉 Und dazu zunächst ein süffiges Kellerbier, herrlich.
Bei den Hauptspeisen dominiert das Schnitzel „Wiener Art“ (i.e. Schweineschnitzel), welches in preiswürdiger Qualität auf ordentlichem Pommes-Bett und einem Cole-Slaw ohne Majo daher kommt. Ich hatte Sambalsauce dazu geordert, die war allerdings bestenfalls langweilig, irgendwie seltsam griselig und so gar nicht scharf… schade.

Meine Liebste hatte sich für Brezenknödel auf Pilzrahm entschieden, ebenfalls eine gute (und reichliche) Wahl:

Dazu Paulaner Münchner Hell und den ein oder anderen Verdauungsschnapps, nur ein Nachtisch passt auf gar keinen Fall mehr rein, schade, denn den Kaiserschmarrn hätte ich schon gerne noch probiert.
Fazit: Nette Lokation mit bayrischem Flair, solides Essen, lecker-reichliche Portionen und freundliches sowie aufmerksames Personal, ein ideales Plätzchen für ein relaxtes Abendbrot.